Toolvielfalt in der Technischen Redaktion

Das richtige Werkzeug für Ihre Anforderungen.

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© fotomek / fotolia

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In der Redaktion geht es manchmal zu wie auf einer Großbaustelle. Die unterschiedlichsten Handwerker bearbeiten ihre Projekte und hinter dem augenscheinlichen Chaos steckt ganz schön viel Struktur.

Wie ein Maurer setzt eine Redakteurin einzelne xml-Bausteine zusammen, bis das Doku-Haus steht. Ein anderer Redakteur arrangiert gerade wie ein Tischler in einem Layout- und Satzprogramm Textbausteine, bis die mehrsprachige Broschüre akkurat zusammengesetzt ist und ästhetisch wie ein hochwertiges Möbelstück glänzt. Wie ein Stuckateur konturiert, färbt und modifiziert ein Illustrator im Zeichenprogramm Bauteile einer Maschine, während ein anderer Illustrator die gleiche Maschine in einem 3D-Tool wie bei einem Entsorgungsunternehmen in seine Bauteile zerlegt. Für einen Großkunden bearbeitet wieder ein anderer Redakteur ein Wiki im Stil eines Elektrikers: hier Verbindungen schaffen, da Elemente beschriften und immer wieder prüfen, ob alles funktioniert. Wir haben auch Restauratoren, die ältere Dokumente in MS Word pflegen, Architekten, die Ideen in Mindmaps organisieren, und Statiker, die Pläne in Excel zusammenfassen. Und dann gibt es da noch den Steinmetz, der bewaffnet mit Zettel und Stift vor Ort auf der Baustelle seine Ideen skizziert.

Natürlich hinkt der Vergleich. Im Gegensatz zu einer Großbaustelle sind bei uns die verschiedenen Aufgabenbereiche nicht an verschiedene Qualifikationen gebunden, sondern alles kommt aus einer Hand. Allerdings hat jeder durch seinen persönlichen Hintergrund und seine bisherigen Projekte bestimmte Lieblingstools, mit denen er oder sie sich besonders gut auskennt. Und das ist auch gut so, denn so hat man immer jemanden, den man fragen kann. Wichtig ist uns, dass die eingesetzten Tools zu Ihren Anforderungen passen – und nicht zu unseren Gewohnheiten.

So ist es ganz normal, dass ab und zu ein Kollege oder eine Kollegin in der Tür steht: "Sag mal, du hast doch mal für x mit y z gemacht. Kannst du mir zeigen, wie das geht?" Und dann freut man sich, wenn man sein Know-how weitergeben kann. Neulich bat ich einen Illustrator, mir in einem CAD-Tool zu zeigen, wie man eine bestimmte Ansicht erzeugt und rendert. Und plötzlich hatte ich eine Traube von vier Redakteuren – nein, nicht im Bauwagen – hinter meinem Schreibtisch stehen. "Cool, dass du uns das mal zeigst! Ich habe mich neulich auch gefragt, wie das geht." Und so wird aus einer kurzen Frage eine kleine How-to-Session.

Wie auf der Baustelle gibt es auch bei der redaktionellen Arbeit nie den einen richtigen Weg. Materialien, Werkzeuge und Prozesse können variieren und alles hat seine Vor- und Nachteile. Für unsere Kunden arbeiten wir mit vielen verschiedenen Redaktionssystemen und DTP-Anwendungen, und es werden stetig mehr. Prozessbestimmend ist das angestrebte Ziel. Der Weg muss passend dazu ausgerichtet werden. Wenn Sie ein besonderes Tool oder System verwenden möchten, das noch nicht bei uns etabliert ist, sind wir auch gespannt darauf, etwas Neues kennenzulernen.

Und warum das alles? Damit Ihr Projekt sich aus den Bausteinen zusammensetzt, die zu Ihnen passen.