Digitalisierung mit Papa

Die positiven Seiten der Coronakrise.

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"Papa, warum arbeitest Du jetzt eigentlich immer zu Hause?", fragte mein 6-jähriger Sohn mich neulich, nachdem ich mit meinen Kollegen gemeinsam einen meiner ersten vollständig digitalen Workshops moderiert hatte.

Natürlich weiß auch unser kleiner Mann schon recht genau, warum er seit Wochen nicht in die doch gerade erst begonnene Schule darf, warum wir mehr zu Hause bleiben, warum wir Oma und Opa nicht besuchen und warum wir ein selbst gemaltes Schild mit "#hsbestrong" vor die Tür gestellt haben.

Corona hat unsere Welt gehörig durcheinandergeworfen … sowohl privat als auch beruflich.

Doch bei allen Herausforderungen, bei allen Ängsten um die weitere Entwicklung – wenn das einer packt, dann doch wir, oder?
Zugegeben, es ist alles noch recht ungewohnt in der voll digitalen Arbeitswelt, obwohl viele von uns schon manches Projekt und zahlreiche Gespräche online geführt haben.

Was mir wirklich fehlt, sind die Menschen um mich herum. Die Kollegen, mit denen man in der Küche oder im Büro ins Gespräch kommt, die Freunde, mit denen man abends bei einem Bierchen zusammensitzt und über all das redet, was einen gerade beschäftigt – und wenn es nur die Bundesliga ist.

Doch mitten in dieser neuen, ungewohnten und etwas beängstigenden Welt passieren immer wieder Dinge, die mich zwischendurch schmunzeln lassen.

In den letzten Tagen habe ich spontane Wohnungsführungen per Webcam bekommen, habe mit Kollegen zusammengearbeitet, die auf der Couch saßen, und habe – ob freiwillig oder nicht – einige Kinder meiner Kollegen und sogar von Kunden per Onlinemeeting kennen gelernt.

Die lieben Kleinen verstehen natürlich nicht, dass Mama oder Papa jetzt gerade nicht gestört werden sollen, und fordern – wie mein kleiner Sohn auch regelmäßig – völlig zu Recht die nächste Runde Mau-Mau ein oder brauchen dringend Hilfe beim kaputten Lego-Auto.

Ob Wäscheständer, völlig normale Unordnung, ein Schlagzeug oder Haustiere im Hintergrund – mir ist in den letzten Tagen eines noch klarer geworden: Jeder gibt im Moment sein Bestes, um durch diese schwere Zeit zu kommen. Und zusammen werden wir das auch schaffen.

Egal ob online oder offline, ob wir beim Onlinemeeting Anzug oder Jogginghose oder eine Mischung aus Beidem tragen … wenn wir durch diese Krise zumindest virtuell näher zusammenrücken, dann hat es auch etwas Gutes.

Packen wir es zusammen an! Ich freu mich auf das nächste Schmunzeln morgen im Onlinemeeting und auf den ersten gemeinsamen Tee in der Kaffeeküche nach der Krise – wann immer das auch sein wird.

Und natürlich auf die nächste Runde Mau-Mau :-)!

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