Aus dem Alltag einer Technischen Redakteurin

Mit welchen Skills man in der Technischen Redaktion glänzen kann.

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©seventyfour / AdobeStock

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Alltag. Es gibt sie ja, diese Projekte. In denen arbeitet man wirklich lange für einen Kunden. Kennt das dokumentierte Produkt schon ewig, weiß, wie der Ansprechpartner seinen Kaffee am liebsten trinkt und – wichtiger – wann man ihn am besten ans Telefon bekommt, um noch ein paar Fragen zu diskutieren. Alle Daten sind bereits eingepflegt, das Redaktionssystem hat man selbst organisiert und die Deadline liegt in weiter Ferne ...

Pustekuchen! Wenn wir arbeiten, geht’s rund. Und das ist gut so! Arbeiten bei einem Dienstleister wie kothes heißt nämlich vor allem eins: flexibel bleiben – und neugierig. Wo sonst darf man täglich neue Technik kennenlernen, Programme testen, Kunden in kurzfristig anstehenden Projekten unterstützen, Daten sortieren und dabei einfach alles auseinandernehmen. Gut, Letzteres gilt meistens nur fürs CAD-Modell ;-).

Für Abwechslung sorgen zunächst schon die Produkte, die wir beschreiben. Von Bahntechnik über Medizinprodukte und Maschinenbau bis zu Haushalts- und Wurstgrill-Geräten – ständig gibt es Neues zu entdecken. Natürlich gibt es auch Baureihen, bei denen wir langfristig Updates in der Software und Änderungen einpflegen. Hier können sich Kolleginnen und Kollegen zu echten Experten für Details und Historie einer ganzen Firma entwickeln. Spannend sind aber auch die Erstgespräche mit neuen Kunden. Wer freundlich fragt, erfährt meist interessante Hintergrundinformationen zu Materialien, Firmengeschichte und Produktreihen.

Auch, ob das Produkt noch in der Entwicklung steckt oder bereits fertig in der Halle steht, macht einen Unterschied. So ziehen Änderungen an einem Bauteil selten nur Änderungen an genau einem Kapitel in der Dokumentation nach sich ... Hier heißt es, einen kühlen Kopf bewahren und den Überblick behalten, wenn noch nicht alles geklärt ist. Strukturiertes Arbeiten und die modularisierte Herangehensweise an Dokumentation helfen weiter, wenn es komplex wird.

Kundenkontakt ist durchweg ein wichtiger Aspekt, der aktuell durch die Corona-Pandemie leider etwas erschwert wird. Wie wir uns auf die neue Situation einstellen, kann man im Blog-Artikel der Kollegin Stefanie Rößler hier nachlesen.

Nicht zu vergessen: Unterschiedliche Redaktionssysteme gibt es auch. Wir orientieren uns an Kundenwünschen: egal, ob zum Beispiel COSIMA, TIM-RS oder SCHEMA ST4 – wir arbeiten damit. Gründlich geschult werden wir bereits am Anfang unserer Zeit bei kothes, erhalten aber auch im normalen Redakteursalltag Weiterbildungen. Das schafft solides Grundwissen in den gängigen Redaktionssystemen und die Einsicht, dass Einiges zumindest ähnlich funktioniert. Leider gilt das nicht für die Shortcuts! Zwischendurch muss man sich gerade als Neuling schon mal etwas reinhängen und herausfinden, welche Funktionen die Redaktionssysteme unterscheiden. Für all die kleinen Fragen zwischendurch ist dann der Rückhalt im kothes Team wertvoll. FrameMaker zeigt einen Fehler an, den noch nicht mal der Support so richtig einzuschätzen weiß? Einfach mal die Teammitglieder über den internen Chat fragen. Häufig findet sich jemand, der bereits eine Lösung kennt.

Ähnliches gilt bei der Grafikerstellung in Illustrator und Corel DESIGNER. Obwohl viele von uns einen klaren Favoriten für die Grafikerstellung haben, wissen wir auch das jeweils andere Programm zu schätzen. Lassen sich Positionsnummern hier oder dort besser integrieren? Meistens ist es eine Frage von persönlichen Präferenzen und Übung, was einem besser liegt. Auch hier kommt uns die interne Vernetzung zu Gute: Unsere Grafiker helfen bei Problemen mit kniffligen Bildern und Sonderwünschen gerne weiter oder übernehmen komplizierte Darstellungen gleich ganz.

Und dann heißt es noch up to date bleiben, wenn es um die zugehörigen Normen geht! Hier sind Leseratten klar im Vorteil, denn sich in die Sprache dieser Texte hineinzuarbeiten, erfordert ein gutes Maß an detektivischem Spürsinn und ein scharfes Auge für Details. Unsere Expertinnen und Experten unterstützen dabei tatkräftig mit ihrem Wissen.

Bei so viel Abwechslung verlässt man die eigene Komfortzone früher oder später mal oder fragt sich, wie aus all den Details und den unterschiedlichen Anforderungen nun ein strukturiertes Dokument entstehen soll.

Und was dann? Keine Panik! Wenn man wirklich nicht mehr weiter weiß, sind da 150 Kolleginnen und Kollegen, die einem zur Seite stehen. Was sich nicht in unserem internen Wissensportal nachschlagen lässt, kann einem sicher jemand nebenan beantworten. Vernetzt sind nicht nur die Redakteure, auch das Übersetzungsmanagement und die Grafikabteilung, Qualitätsmanagement, Vertrieb und Marketing, IT-Entwicklung und IT-Beratung sind verlässliche Ansprechpartner. Die helfen einem, offen zu bleiben und die eigene Perspektive zu hinterfragen. So kann aus vielen kleinen Details ein Ganzes werden.

Also dann: Auf ins Getümmel!

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