Kostenersparnis für Windenergieanlagen-Hersteller

Zwei (unbekannte) Chancen in der Technischen Dokumentation.

ProzesseRedaktion
© elxeneize / Fotolia

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"Es fühlt sich ein bisschen an, als würden wir aus dem Himmel fallen – jetzt kommt es auf die Landung an." So oder ähnlich äußern sich aktuell unsere Kunden in der Windenergiebranche, wenn sie auf die anstehenden und laufenden Änderungen der politischen Rahmenbedingungen und die damit einhergehenden betriebswirtschaftlichen Konsequenzen angesprochen werden. Zwei Aspekte treffen hier aufeinander: Wir haben es mit schnell steigendem Kostendruck bei Erstellung, aber auch dem Service von Windanlagen zu tun. Ebenso stellt sich nun heraus, welch herausragende Bedeutung eine durchgängige, vollständige und den gesamten Lebenszyklus der Anlage abdeckende Dokumentation und damit Information aller Beteiligter hat. Nun ist guter Rat teuer und es wird eine Vielzahl von Maßnahmen angestoßen, um aus dieser scheinbaren Zwickmühle herauszukommen.

Zwei Beispiele wollen wir hier kurz skizzieren, wie man sich dieser Herausforderung stellen kann.

1.      Kennzahlen in der Technischen Dokumentation
Heute wird alles erdenkliche „controlled“, da stellt sich berechtigterweise die Frage: Wieso nicht auch die Technische Dokumentation? 

Es gibt gute und von allen Seiten getragene und akzeptierte Modelle zur Ermittlung von KPIs (Key Performance Indicators), die die aktuelle Situation in der Technischen Dokumentation beleuchten und dadurch Wege aufzeigen, durch welche – meist prozessbezogene – Maßnahmen die zu erstellende und zu verwaltende Informationsflut zu bewältigen ist. Wir erleben, dass große Mengen an Dokumenten an den unterschiedlichsten Stellen produziert werden. Diese werden jedoch in den seltensten Fällen so verwaltet, dass die Zielgruppe präzisen und schnellen Zugriff darauf hat – wenn sie überhaupt weiß, wo welche Informationen liegen. Hier können Kennzahlen der Startpunkt sein für einen deutlich schlankeren und schnelleren Prozess, der am Ende die richtigen Informationen an die richtigen Personen (zum Beispiel Servicetechniker) bringt.

2.      Temposteigerung durch externe Zuarbeit
Wir erleben, dass der aktuelle Umbruch sehr schnell in die Unternehmen wirkt und oftmals die Ressourcen zur Gegensteuerung und zum Neuaufbau einer effizienten Informationsstruktur nicht vorhanden sind, weil das eigene Team mit der Erstellung der tagesaktuellen Unterlagen vollständig ausgelastet ist. Dies bringt nun Informationsexperten ins Spiel, die diesen Prozess aus dem Effeff kennen und die Umstellung intensiv betreuen und begleiten. Es werden Aktivitäten gebündelt, Informationsströme kanalisiert und Workflows aufgesetzt, die teilweise um ein Vielfaches schneller und am Ende auch kostengünstiger funktionieren als die Informationsstrukturen, die bei der Gründung dieser Unternehmen aufgebaut wurden und teilweise heute noch so stehen.

So führt die Kombination aus einem erfolgreich eingeführten Kennzahlensystem (siehe oben) und einer Umstrukturierung der Informationsprozesse dazu, dass insbesondere die Windenergiebranche ein Teil des Puzzles ihrer anstehenden Change-Prozesse schnell und zielgenau lösen kann.